Mit der Zeitschrift "nah & fern" wollen wir einen Beitrag zum Prozess der Integration und der Partizipation von Flüchtlingen und MigrantInnen in unserer Gesellschaft leisten.
Die Begriffe Integration und Partizipation beinhalten unterschiedliche und zum Teil gegensätzliche Vorstellungen, Konzepte und Erwartungen von Seiten der Gesellschaft sowie der Flüchtlinge und MigrantInnen. Je nach Grad der Übereinstimmung kann es deshalb zu einer für beide Seiten gelungenen Integration oder zu gesellschaftlichen bzw. individuellen Konflikten und Missverständnissen kommen.
Integration verstehen wir als einen Prozess, zu dessen Gelingen Aufnahmegesellschaft und Zuwanderer gegenseitig beitragen. Partizipation steht für einen gleichberechtigten Zugang zu den für die Integration notwendigen gesellschaftlichen Bereichen. Dazu gehören beispielsweise Ausbildung, Arbeit, politische Parteien und Vereine.
In unserem Magazin wollen wir die Voraussetzungen und Möglichkeiten beider Seiten darstellen, die für einen gesellschaftlich akzeptablen Integrationsprozess notwendig sind. Über theoretische Analysen hinaus stellen wir konkrete Projekte und Initiativen vor, die den Integrationsprozess fördern und Handlungsmöglichkeiten für beide Seiten aufzeigen. Damit geben wir Denkanstöße, die beschriebenen Ansätze entweder zu übernehmen oder neue Ideen zu entwickeln und vorzustellen.
Es ist unser Anspruch, auch umstrittene Themen aufzugreifen und Konflikte zu benennen. Ziel ist es, mit den Beiträgen lösungsorientierte Diskussionen anzuregen und zu fördern.
In der Zeitschrift "nah & fern" bieten wir AutorInnen ein Forum, sich aus ihrer Sicht und auf Grundlage ihrer Erfahrungen mit den Themen auseinanderzusetzen. Konsequent im Sinne von Partizipation werden betroffene Flüchtlinge und MigrantInnen aus allen gesellschaftlichen Schichten auch selbst zu Wort kommen, um von ihren Erfahrungen zu berichten und ihre Situation darzustellen.
Die vorgesehene Vielfalt an politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, individuellen, demographischen und künstlerischen Beiträgen steht für die verschiedenen Bereiche unserer Gesellschaft, die für Integration und Partizipation von Bedeutung sind. Den LeserInnen wird durch die Themenvielfalt ein informativer, anregender und bereichernder Lesestoff geboten.
Die Bundesrepublik Deutschland versteht sich bisher nicht als Einwanderungsland. Zur aktuellen gesellschaftspolitischen Debatte möchten wir Beiträge einbringen, die durch ihre unterschiedlichen Blickwinkel dazu beitragen, ein in dieser Hinsicht realistisches Selbstbild zu entwickeln.